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Innenohr

Das Innenohr ist das eigentliche Hörorgan. Es wird aufgrund seiner gewundenen Form auch als Cochlea (griechisch für Schnecke) bezeichnet. Im Innenohr erfolgt die Umwandlung der Schallwellen in Nervensignale.  Es handelt sich beim Innenohr um ein ca. 3,2 cm langes, aufgewickeltes, flüssigkeitsgefülltes Rohr. Es enthält die Sinneszellen, die für die Rezeption von Schallwellen notwendig sind.

Die Cochlea ist als einziges Organ bereits zwischen dem 4.und 5.Monat der Schwangerschaft vollständig entwickelt und wächst auch nach der Geburt nicht weiter (Goerne, 2003, S.123). Der Mensch kommt also mit einem maximal leistungsfähigen Gehör zur Welt. Durch Lärm, Umweltgifte, Medikamentennebenwirkungen und Krankheiten wird es im Laufe des Lebens immer weiter geschädigt (ebd.).

Aufbau des Innenohrs

Das Innenohr hat eine komplexe und verschlungene Struktur, die innerhalb des Felsenbeins (Pars petrosa ossis temporalis) verläuft. Aufgrund seiner komplexen Struktur bezeichnet man das Innenohr auch als knöchernes Labyrinth (Labyrintheus osseus). Beim Labyrinth unterscheidet man das Labyrithus cochlearis und das Labyrithus vestibularis voneinander: Ersteres beeinhaltet die für die Hörwahrnehmung zuständigen Komponenten, letzteres jene für den Gleichgewichtssinn.

Das Labyrinthus cochlearis ist durch die Basilarmembran und die Reissner’sche Membran in 3 parallel verlaufende Kanäle aufgeteilt. Diese sind

  1. Scala vestibuli,
  2. Ductus cochlearis und
  3. die Scala tympani (vgl. Goerne, S. 105).

Hier kann es zu einer Schädigung der Sinneszellen des Innenohres kommen. Eine solche Schädigung kann etwa durch starken Lärm, Infektionen oder bestimmte Medikamente sowie Durchblutungs- und Stoffwechselstörungen ausgelöst werden.

Innenohr als Schaubild

Die Sinneszellen des Innenohrs

Im Innenohr erfolgt die Umwandlung der Schallwellen in der Flüssigkeit, die die Cochlea ausfüllt, in elektrochemische Nervensignale, sogenannte Aktionspotentiale. Das Rezeptororgan hierfür sind die Haarzellen im Cortischen Organ in der Hörschnecke ( siehe Grafik ). Durch die Auslenkung, die die Membran durch die Schallwellen erfährt, die durch die flüssigkeitsgefüllte Cochlea wandern, werden die Haarzellen angewinkelt. Dadurch werden Aktionspotentiale ausgelöst und es kommt zur Übertragung von elektrochemischen Signalen. Diese wandern über den Hörnerv und verschiedene Zwischenstationen ins Gehirn und dort insbesondere in die Hörrinde, den auditorischen Cortex.

Innenohr und Tinnitus

Das Innenohr spielt bei Tinnitus häufig eine bedeutende Rolle. Durch unterschiedliche Erkrankungen kann das Innenohr geschädigt werden. Die häufigste Schädigung, durch die das Innenohr betroffen ist, ist die Lärmexposition. Durch übermäßigen Lärm werden die Sinneszellen im Innenohr geschädigt. Ist das Innenohr dauerhaftem Lärm ausgesetzt können bleibende Schäden der Sinneszellen entstehen und es kommt zum Hörverlust. Einem Tinnitus geht in den meisten Fällen eine Schädigung des Gehörs voraus. Darum ist es wichtig, eine Lärmexpositon zeitlich zu begrenzen und wenn möglich immer einen Gehörschutz zu verwenden, um Überexposition zu vermeiden.

Lärmtrauma und Tinnitus

Bei übermäßigem Lärm werden die Sinneszellen im Innenohr geschädigt. Bei dauerhafter Exposition können bleibende Schäden der Sinneszellen entstehen und es kommt zum Hörverlust. Einem Tinnitus geht in den meisten Fällen eine Schädigung des Gehörs voraus.

Quellen: Görne, T. (2008). Das Gehör. In U. Schmidt (Ed.), Tontechnik (2nd ed., pp. 102–127). München: Hanser Verlag. | Drake, R., Vogl, W., & Mitchell, A. (2007). Gray´s Anatomie für Studenten. (F. Paulsen, Ed.) (1st ed.). München: Elsevier.

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