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Tinnitus-Frequenz

Beinahe jeder Tinnitus hört sich anders an. Die Ohrgeräusche können sich in ihrer Lautstärke, der Art des Geräusches sowie in ihrer Tonhöhe unterscheiden.

Um einen Tinnitus zielgerichtet behandeln zu können, ist es erforderlich seine Tinnitus-Frequenz zu kennen.

Die Ermittlung der Tinnitus-Frequenz wird als Tinnitus-Matching bezeichnet und kann beim HNO-Arzt oder bei Hörakustikern durchgeführt werden. Hierbei wird dem Patienten ein Ton zum Vergleich mit seinem Ohrgeräusch vorgespielt und in seiner Tonhöhe solange variiert, bis er dem Tinnitus entspricht.

Wie findet man die Frequenz eines Tinnitus heraus?

Die Tinnitus-Frequenz selbst lässt sich klinisch nicht objektiv messen. Um die Frequenz eines Ohrgeräusches dennoch zu ermitteln, kann man beim HNO-Arzt oder beim Hörgeräte-Akustiker einen speziellen Hörtest, ein sogenanntes Tinnitus-Matching, durchführen (engl. "matching" = Anpassung, Abgleichung).
Tinnitusfrequenzen-Schaubild

Der obigen Abbildung können Sie die prozentuale Verteilung nach Frequenzen entnehmen. Entsprechend der Darstellung sind über 80% der Tinnitus-Frequenzen im Bereich zwischen 1.000 und 8.000 Hz.

Ablauf des Tinnitus-Matchings

Um ein Tinnitus-Matching durchzuführen, wird dem Patienten beim HNO-Arzt oder Hörakustiker ein Ton über Kopfhörer vorgespielt. Der Patient vergleicht dann, ob der abgespielte Ton höher oder tiefer als sein Tinnitus ist. Der Ton wird dann solange in der Tonhöhe geändert bis der Patient das Gefühl hat, dass sie seinem Tinnitus entspricht. So nähert man sich Schritt für Schritt der Tinnitus-Frequenz an. Nach Abschluss des Matchings erfährt der Patient seine Tinnitus-Frequenz. Diese wird in der Einheit Hertz (Hz) angegeben.

Ohne eine professionelle Anleitung des Tinnitus-Matchings ist es kaum möglich, verlässliche Messergebnisse zu erhalten. Die Ergebnisse eines selbst durchgeführten Tinnitus-Matchings schwanken oft stark.

Ein Grund hierfür ist zum Beispiel, dass das menschliche Gehör Frequenzunterschiede bei hohen Frequenzen schlechter wahrnimmt, als bei tiefen Frequenzen. Genaugenommen sinkt die Empfindlichkeit für Frequenzunterschiede mit zunehmender Tonhöhe kontinuierlich (logarithmische Frequenzwahrnehmung). Zudem erliegt die menschliche Wahrnehmung oft verschiedenen psychoakustischen Phänomenen, wie z.B. der Oktav-Verwechslung:

Viele Menschen können den Unterschied zwischen einer Frequenz und der doppelten Frequenz (Oktave) nur sehr schwer wahrnehmen. Daher wird empfohlen, ein Tinnitus-Matching unter Anleitung einer professionellen Fachkraft durchzuführen. Das ist beispielsweise bei HNO-Medizinern oder Hörgeräteakustikern möglich. Dort wird Ihnen dabei geholfen, Irrtümer der Hörwahrnehmung zu vermeiden und Ihre Tinnitus-Frequenz verlässlich zu bestimmen.

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